BLOG

  • Kirsten Hube

BEWUSSTER SCHLEMMEN ZU WEIHNACHTEN

Aktualisiert: Jan 20


Weihnachtszeit - eine Zeit der Ruhe, der Besinnlichkeit? Das war einmal. Heute reihen sich zahlreiche Events nahtlos aneinander. Nikolausparty hier, Adventsfeier da, Weihnachtsfest dort. Ob privat im Kreise der Familie oder geschäftlich mit Kollegen und Kunden. Ohne Feier geht`s nicht mehr. So eilen wir von einer zur nächsten, geraten dabei in einen wahren Genussrausch – leider eine Belastung für Körper und Gesundheit. Aber es geht auch anders: Gesünder und bewusster schlemmen, ohne kompletten Verzicht! Wie, und warum nach-haltiges Weihnachtsessen mehr als nur die Auswahl von Zutaten umfasst, erfahren Sie hier.


Adventszeit – ein Übermaß an Genuss?

Nie sind wir derart extrem süßen, aber auch deftigen Verlockungen ausgesetzt wie im Advent und zu Weihnachten.



Duftende Lebkuchen, Kekse, Christstollen, gebrannte Mandeln, Glühwein, Punsch und Kartoffelpuffer werden überall angeboten.



Nicht zu vergessen die opulenten Festtagsmenüs mit Gans oder Ente. Voller Freude greifen wir bei allen diesen Köstlichkeiten zu!


Allerdings beeinträchtigt die Kombination aus einem Zuviel an Kalorien, Fett, Zucker und Alkohol manchmal unser Wohlbe-finden:


Mit Völlegefühl, Sodbrennen sowie einem kleinen „Rettungsring“ rund um Bauch und Hüfte. Selbst Cholesterin, Blutzucker sowie Blutdruck neigen dazu, über die Feiertage in die Höhe zu schnellen. Trotzdem müssen wir uns selbst nichts verwehren.



Maßvoll statt in Massen

Im Gegenteil. Wir können unsere typischen weihnachtlichen Leckereien ohne Reue in vollen Zügen genießen. Solange wir uns nicht übernehmen. Also alles in Maßen:


Denn die Kalorienmenge macht´s. Idealerweise nehmen wir über den Tag verteilt vollwertige leichte Kost in kleinen Portionen zu uns. In der Praxis hat sich das bestens bewährt. Komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe sorgen entsprechend für Sättigung sowie einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel. Die Gefahr, aufgrund von „Heißhunger“ vorwiegend fettige und süße Speisen zu uns zu nehmen, ist gebannt.


Es macht also wenig Sinn, tagsüber zu fasten, bevor es abends mit knurrendem Magen auf die Advents- oder Weihnachtsfeier geht. Viele schwören auch auf das berühmte Glas Wasser, eine Portion Suppe oder einen kleinen Salat vorm Festmahl. Der Magen ist ein wenig gefüllt, der erste Hunger also gestillt. Demzufolge halten wir uns bei den folgenden Gängen automatisch zurück. Einsparen lässt sich jedoch nicht nur an Kalorien.


Gans ohne Fett

Schließlich lieben wir unsere üppige klassisch-traditionelle Weihnachtsküche: Knusprige Gans, Ente oder einen saftigen Braten.

Gaumenfreuden pur, aber:

Letztendlich liegen sie uns schwer im Magen. Kein Wunder, triefen diese Gerichte geradezu vor tierischen Fetten. Nicht zuletzt auch wegen der dazu gereichten Beilagen wie Knödel, Kroketten, Pommes und Buttergemüse, garniert mit einer sämigen Sahne-Sauce bzw. -Dressing.


Wollen wir also gleichzeitig schlemmen und uns körperlich wohl fühlen, gilt: Fette bewusst konsumieren sowie reduzieren.

Lieber weniger als mehr, lieber hochwertige pflanzliche Öle als Butter oder gehärtete tierische Fette“ lautet das Motto bereits bei der Zubereitung. Denn diese sind nicht nur bekömmlicher. Die darin enthaltenen ungesättigten Fettsäuren wirken sich überdies positiv auf unser Herz-Kreislauf-System, die Cholesterinwerte aus.


Warum aber nicht einfach mal aus der üblichen Tradition ausbrechen?


Putenbraten,Truthahn oder im Ofen gegarter Fisch erfreuen als köstliche, fettfreie Alternativen immer mehr die Herzen der lukullischen Genießer. Ein frischer Salat, gedünstetes Gemüse, Reis sowie Salzkartoffeln dazu sind eine fettarme, schmackhafte Wahl.




Selbst die zum Menü gereichten Saucen und Dressings können wir kulinarisch entschärfen. Einfach mit Joghurt, Buttermilch oder Sojacreme verfeinern. Wer „experimentierfreudig“ ist, kann sich gerne von den kulinarischen Köstlichkeiten eines vegetarischen oder gar veganen Menüs überraschen lassen. Ein Trend, der sich immer mehr durchsetzt!


Schon gewusst? Das meiste Fett bei Gans & Co. sammelt sich direkt unter der würzig-leckeren Haut. Wer also nicht ganz auf sein Traditionsmahl verzichten will, knabbert einfach weniger daran.



Naschen erlaubt!?

Trotz einer Vielzahl an Schmankerln ist die Weihnachtszeit vor allem eins:


Eine wahre Zuckerschlacht mit Lebkuchen, Keksen, gebrannte Mandeln & Co. Ein prall gefüllter Weihnachtsteller ist irgendwie immer greifbar.


Die Folge: Wir naschen mehr als uns lieb ist, überziehen unser „Zuckerkonto“. Doch es geht auch anders. Weniger süß, aber gesünder und lecker.



Es muss nicht immer nur Gebäck sein.

Peppen Sie die weihnachtliche Mischung mit einer bunten Auswahl an frischem und gedörrtem Obst sowie Nüssen ergänzend auf.

Perfekt!

Denn so versorgen wir unseren Körper mit sämtlichen wichtigen Nährstoffen, z. B. Vitaminen. Vor allem die Vitamine C und E wirken stärkend auf Immun- und Nervensystem. Besonders beliebt sind fruchtige Orangen, Mandarinen, Äpfel, knackige Walnüsse, getrocknete Apfelringe sowie Datteln oder Feigen.


Auf die Kekse brauchen wir trotzdem nicht verzichten. Allerdings sollten wir beim Einkauf die vollwertigen, zuckerfreien Varianten aus Vollkornmehl bzw. Haferflocken bevorzugen. Die darin enthaltenen Mineral- und Ballaststoffe halten uns nicht nur lange satt. Gleichzeitig bringen sie unsere Verdauung in Schwung. Und für alle Naschkatzen unter uns: Greifen wir auf Mischungen mit Trockenfrüchten zurück. Denn diese sorgen für leichte, natürliche Süße. Selbst eine Glasur aus Schokolade ist nicht tabu. Hier aber lieber dunkel wählen. Schließlich ist der hohe Kakaogehalt bekannt für seine blutdrucksenkende, antioxidative Wirkung.



Wer Zeit und Lust hat,

wird gerne selbst als Weihnachtsbäcker mit eigenen Kreationen glänzen. Im Ge-gensatz zu Fertigkeksen bestimmen wir hier alleine über die Auswahl an gewünschten und gesunden Zutaten.





Kleiner Tipp: Der Suchtfaktor nach zuckrigen gebrannten Mandeln lässt sich leicht umgehen. Mit dem nussig-süßen Aroma heißer Maroni können wir unseren Gaumen wesentlich gesünder umschmeicheln.






Zimt & Co. - natürlich gesund

Doch was wäre die Advents- und Weihnachtszeit ohne ihre typischen Gewürze? Sternanis, Zimt, Vanille, Zimtnelken, Kardamom, Muskatnuss, Piment & Co. verpassen Speis und Trank die typisch weihnachtlich-winterliche Note. Als Zutaten bei Glühwein, Punsch oder Keksen sind sie ein unabdingbares MUSS. Selbst Braten, Ente, Gans, Rehrücken, Salat, Rotkohl und sonstiges Gemüse entpuppen sich mit Hilfe der Weihnachtsgewürze als himmlische Gaumenfreuden.



Mit ihren feinen herben, süßen oder gar feurig-exotischen Aromen betören sie nicht nur unsere Sinne. So zeichnen sich die Gewürze zudem durch unzählige positive Eigenschaften auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden aus.




Neben antibakteriellen, entzündungshemmenden Wirkungen fördern sie die Durchblutung, beruhigen unseren Magen und regen die Verdauung an. Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähungen haben dank der in den Gewürzen vorkommenden Bitterstoffe keine Chance.


Darüber hinaus hellen vor allem Anis, Zimt und Vanille unsere Stimmung auf, beruhigen bzw. gleichen aus. Unsere Weihnachtsgewürze sind also wahre Multitalente!


Klar, heißer Glühwein oder Punsch runden die Adventsstimmung ab.


Lassen wir uns zwischendurch immer wieder eine Tasse Früchte- oder Gewürztee bzw. Wasser schmecken, schaffen wir dazu einen gesunden Ausgleich.





Teamarbeit – Gemeinsam stark

Die Weihnachtszeit können wir also kulinarisch genießen - und zwar lecker, gesund und wohltuend zugleich. Ausreichend Zeit und Ruhe sind dabei das A und O, lassen wir uns doch viel zu oft stressen: Sei es bei den Vorbereitungen, sei es beim Festmahl. Völlig unnötig. Denn die anstehenden Feierlichkeiten müssen nicht an einer einzigen Person hängen bleiben.



Warum nicht einen externen Catering-Service beauftragen? Er kümmert sich sowohl um das leibliche Wohl der Gäste als auch um das komplette organisatorische Drumherum.





Oder wir werden einfach selbst kreativ. Was gibt es Schöneres, als im vertrauten Kreise von Familie, Freunden oder Kollegen gemeinsam den Kochlöffel zu schwingen? Das macht nicht nur Spaß. Vielmehr stärkt es das Miteinander, den gegenseitigen Zusammenhalt. Ja, es beruhigt sogar.


Und nicht vergessen: Bereits der Einkauf will gemeinschaftlich zelebriert werden.



Weniger ist Mehr – Harmonie statt Perfektion

Eine exzellente Sterne-Küche mit einem Überangebot an -zig Gängen erwartet übrigens niemand von uns. Eine kleine, aber feine Auswahl an Speisen mit Getränken, am besten als Büffet, reicht aus. So kann sich ein jeder sein Menü je nach Gusto individuell zusammenstellen. Eine Wohltat für die gesamte weihnachtliche Atmosphäre: Es bleibt Zeit, in gemütlicher Runde gemeinsam mit Bedacht zu speisen.



Dementsprechend verkosten wir nicht nur jeden Bissen intensiver. Wir hören auch rechtzeitig auf. Gelingt es uns doch auf diese Weise, das natürliche Sättigungsgefühl wahrzunehmen. Es setzt in der Regel nach etwa 15 bis 20 Minuten ein.

Netter Nebeneffekt: Wir haben endlich die Muße, einander wirklich zuzuhören sowie uns intensiv auszutauschen. Allerdings sollte diese Harmonie nicht unnötig gefährdet werden. Mögliche Streitpunkte sind tabu, gegenseitige Diplomatie ist gefragt.


Letztendlich tut es uns unwahrscheinlich gut, den gesamten Weihnachtsmarathon immer wieder mit Pausen aufzulockern. Weder müssen wir auf jedem Event erscheinen, noch müssen wir für jeden eine Feier ausrichten. Stattdessen dürfen wir uns auch mal entspannt zurücklehnen und die Weihnachtsstimmung genießen.





Fair bleiben beim Einkauf

Besonders nachhaltig wird die Weihnachtszeit allerdings nur, wenn wir nicht nur uns selbst und unsere Gesundheit achten: Auch unsere Mitmenschen, Umwelt und Ökosysteme wollen respektvoll behandelt werden. Deshalb sollten wir zum Beispiel bei der Zubereitung unserer Festspeisen qualitativ hochwertige Lebensmittel verwenden. Zutaten, die ressourcenschonend sowie fair oder biologisch hergestellt wurden.


Saisonal und regional sind hier die Schlagworte. Ob Obst, Gemüse oder Fleisch, kein Nahrungsmittel sollte eine Reise rund um den Globus hinter sich haben, bevor es bei uns kredenzt wird. Erdbeeren, Kirschen, Tomaten & Co. im Winter müssen nicht sein.


Ebenso gut schmecken heimisches Wintergemüse bzw. -salate wie Vogerl-/ Feldsalat, Rotkohl, Pilze, Pastinaken oder Äpfel.

Vieles ist frisch, einiges Lagerware. Wer sich doch mit Exotik belohnen will, möchte bitte fair kaufen. Jeder verdient es, einen guten Lohn unter guten Arbeits-bedingungen zu erhalten.


Selbst die obligatorische Weihnachtsgans bzw. -Ente sowie der saftige Braten lassen sich ungetrübt genießen. Zumindest solange wir hier ebenfalls auf Bioprodukte aus regionaler, ökologisch-nachhaltiger Haltung zurückgreifen. Denn ob Gans, Ente, Rind oder Schwein. Sie alle mussten keine langen Wege zurücklegen, hatten ein Leben ohne Qual und schmecken wesentlich aromatischer.

Das meiste aus dem Ausland importierte Fleisch stammt nämlich aus nicht artgerechter Haltung.

Trotz „Bio“ und „regional“ weist die Fleischproduktion eine sehr hohe Co2 Bilanz auf. Klima-freundlich ist anders. Lasst uns deshalb hier das Motto „Weniger ist Mehr“ zu Herzen nehmen.



„Share and Care“


Last but not least: Lebensmittelreste sind immer zu gut für die Tonne.

Nachhaltige Planung lautet die Devise:

Nur soviel einkaufen wie nötig. Trotzdem verkalkuliert? Dann zaubern wir einfach aus den Resten Gerichte für die nächsten Tage. Oder wir spenden noch nicht verarbeitete Zutaten an Einrichtungen für sozial Bedürftige bzw. teilen diese auf entsprechenden Food Sharing Platt-formen.




Achtsam feiern – es klappt

Die Weihnachtszeit können wir also tatsächlich achtsamer, nachhaltiger und damit auch sozialer feiern – ganz ohne persönliche Einschränkungen. Schon ein wenig Mehr an Bedacht, Bio, regional und fair reicht aus, um Weihnachten sowohl friedlich als auch entschleunigt genießen zu können.




In diesem Sinne wünschen wir Ihnen


🎄 frohe, gesunde und nachhaltige Weihnachten! 🎄




Ihr Team von





Recherche und Text: Kirsten Hube, unsere freie Autorin aus München

Textmitwirkung, -bearbeitung und Layout: Sabine Krückl, Management Assistant bei Passionate Digital



Haftungsausschluss: Alle Informationen sind ausschließlich zur allgemeinen und unverbindlichen Information. Trotz sorgfältiger, intensiver Recherche nach bestem Wissen übernehmen wir keine Gewähr für Korrektheit, Vollständigkeit und Aktualität.

72 Ansichten

© 2019 PASSIONATE DIGITAL  W78 GmbH