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  • Sabine Krückl

NACHHALTIGKEIT IM BÜRO

Aktualisiert: Jan 7


Vielen Menschen fällt zu diesem Thema zuallererst ein, Recycling-Kuverts und Post-It´s zu kaufen. Doch Nachhaltigkeit im Büro ist weitaus umfassender, als man glauben mag: Sie ersteckt sich von der Büroplanung und -gestaltung über den nachhaltigen Einkauf bis hin zur alltäglichen Arbeitsweise aller Mitarbeiter und dem Umgang miteinander- und endet im Bewusstsein jedes Einzelnen von uns. Nicht nur im Büro- und Arbeitsalltag!



Firmengebäude: Neubau, Umbau, Renovierung:


Planung:


Den Grundstein zur Nachhaltigkeit in der Ausgestaltung der Büroräume zu legen- ist für Unternehmer in dieser Phase am leichtesten, wenn noch alle Möglichkeiten offen sind.




Immer mehr Unternehmen, welche Firmengebäude erbauen lassen, beauftragen dazu Architekten und Bauunternehmen für nachhaltiges Bauen:



Ob nun aus natürlichen Materialien erbaute Energiesparhäuser bzw. Passivhäuser mit biologischer Wärmedämmung, ob zusätzlich mit Nutzung von Sonnenenergie oder sogar als Plusenergie- oder energieautarkes Gebäude:






Im Außenbereich ist es beispielsweise sehr sinnvoll, eine Grünzone einzuplanen:


Sie kann sowohl als täglicher wertvoller Erholungsraum für Mitarbeiter dienen als auch als Firmenevent-Location.


Auch Fassadenbegrünung und ein Gründach könnten in Betracht gezogen werden. Diese wirken sich positiv sowohl auf das Raum- als auch auf das Stadtklima aus und bieten bei ausreichender Artenvielfalt Lebensraum für Insekten.







Büroräume nachhaltig adaptieren:


Nachhaltigkeit lässt sich ebenso in der Adaptierung bzw. Renovierung im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten gut umsetzen:


Büroräume:

Der wichtigste Aspekt in der Adaptierung von Büroräumen ist - neben der optimalen Aufteilung der Räumlichkeiten und des ausreichenden Platzangebotes - wohl der Faktor "natürliches Licht" für alle Räume, auf welchen auch beim Umbau oder bei der Anmietung Wert gelegt werden sollte.




Ausreichend Tageslicht steigert das Wohlbefinden sowohl aller Mitarbeiter als auch der Gäste, Kunden, Geschäftspartner... und senkt den Energieverbrauch, da nicht ständig künstliches Licht aufgedreht werden muss.

Das Installieren von Bewegungsmeldern in nicht ständig genutzten Räumen verhindert, dass das Licht vergessen wird abzuschalten.



Bau- und Innenmaterialien:

Die Verwendung von schadstoffarmen bzw. sogar komplett schadstofffreien Materialien (wie etwa der Wandfarbe und der Oberflächen-Behandlung des Fußbodens) verhindern gesundheitliche Beeinträchtigungen während der Arbeit (wie z.B. Kopfschmerzen durch Formaldehyd),

steigert also das Wohlbefinden aller Mitarbeiter und damit deren Produktivität.




Die Auswahl der Büroeinrichtung ist dann nachhaltig, wenn die Entscheidung auf natürliche und strapazierfähige, langlebige Produkte fällt:


Sei es nun bei der Einrichtung der Arbeitsplätze (wie etwa Schreibtische und Bürokästen aus Vollholz) oder des Em-pfangsbereichs, der Konferenzräume etc. :


Interieur aus Naturprodukten, umweltfreundlich und schadstofffrei behandelt und optimalerweise Fair Trade!




Nachhaltigkeit im Einkauf:

Die sorgfältige Auswahl bzw. der Einkauf von technischen Geräten ist vom nachhaltigen Standpunkt her sehr sinnvoll: Achten Sie beim Einkauf nach Auswahl von langlebigen und qualitativ hochwertigen Geräten vor allem auch auf Energie-Zertifizierungen (z.B. Energy-Star-Label).

Service- und Reparaturverträge abzu-schließen ist ebenso sinnvoll wie die Beauftragung von Reparaturfirmen für kleinere technische Geräte.


Einkauf von Büromaterial:

Ob nun nachfüllbare Textmarker und Kugelschreiber, Füller, Stifteköcher und Lineale aus Holz oder Bambus.. oder umweltfreundliche stabile Ordner, Mappen, Taschen... Wer umweltbewusst und nachhaltig Büromaterial einkaufen möchte, hat heutzutage schon sehr viele Möglichkeiten dazu!

Umweltbewusste und nachhaltige Firmen liefern Ihre Bestellung plastikfrei oder in umweltfreundlicher Verpackung aus.



Reinigung und Pflege der Büroräume:

In vielen Büros wird mit viel vermeidbarer Synthetik (welches wiederum Mikroplastik entstehen lässt) und Chemie gearbeitet, um Sauberkeit aufrechtzuerhalten.


Nachhaltiges Putzen ist jedoch mit viel weniger umweltschädlichen Mitteln möglich.



Wir atmen diese Stoffe ja schließlich selbst während unserer Arbeitszeit ein, nehmen sie über die Haut auf. Und sie belasten unsere Gewässer und damit unsere Umwelt enorm.


Es gibt mittlerweile Gebäudereinigungs-Unternehmen, welche ökologisch arbeiten.


Und doch.. Nachhaltigkeit endet bei weitem noch nicht damit, Mitarbeitern nachhaltige Möbelstücke, technische Geräte und andere Büromaterialien zur Verfügung zu stellen:



Nachhaltigkeit ist eine Lebenseinstellung!


Eine erweiterte Sicht auf Zusammenhänge über den eigenen Horizont hinaus, welche Unternehmer und Führungspersönlichkeiten als Vorbild auf ihre Mitarbeiter übertragen können. Sie äußert sich im Büroalltag auch im sorgsamen Umgang mit diesen zur Verfügung gestellten Materialien und Ressourcen:

Energiesparen bei Laptop und Rechner

Rechner, Laptop:

Wer Nachhaltigkeit verinnerlicht hat, wird selbstverständlich seinen Rechner so einstellen, dass er nach einer gewissen Zeit von Inaktivität in den Energiesparmodus geschalten wird.


Und er wird ihn herunterfahren, wenn der Arbeitstag zu Ende ist, genauso wie dem Standby-Zustand von Drucker, Kopierer & Co über Nacht eine Pause gegönnt wird. Dies spart über´s Jahr eine Menge unnötig verbrauchter elektrischer Energie.



Drucker: Wer Nachhaltigkeit verinnerlicht hat, wird nach Möglichkeit mehrseitige Dokumente doppelseitig ausdrucken- das spart Papier und Ressourcen.

Umweltfreundliche bzw. nachfüllbare Druckerpatronen und Druckerpapier mit einem hohen Recyclinganteil leisten ebenfalls einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Optimal ist es, für Dokumente, welche nicht in Papierform vorhanden sein müssen, ein digitales Speichersystem einzuführen, auf welches die entsprechenden Mitarbeiter jederzeit Zugriff haben können.



Sorgsamer Umgang mit allen Materialien ist selbstverständlich, wenn man Nachhaltigkeit im Blut hat, genauso wie



Die richtige Mülltrennung und -Entsorgung


von laufend anfallenden Altstoffen. In jedem Unternehmen sollte es selbstverständlich sein, Mülltrennung vorzunehmen und für deren Entsorgung für nachhaltiges Recycling zu sorgen, vor allem für

  • Altpapier

  • Kunststoffe

  • Altmetall

  • Glas

  • Biomüll

  • Elektro-Altgeräte

  • Problemstoffe

Speziell für Unternehmen gibt es bereits verschiedene Arten von Mülltrennungssystemen- damit auch für alle Mitarbeiter klar ersichtlich ist, wo welcher Wertstoff hingehört!


Optimal ist es, in Ihrem Betrieb bzw. im Büro einen Mitarbeiter zu ernennen, welcher die Entsorgung bzw. Abholung der Altstoffe organisiert und interner Ansprechpartner für Fragen zur Mülltrennung ist.


Bei Fragen sind folgende Anlaufstellen hilfreich:

Abfallberatung Wien

Verband Abfallberatung Österreich (VABÖ)

Die Umweltberatung



Die Einstellung zum sparsamen Umgang mit Ressourcen hat nicht nur in den Arbeitsstunden seine Gültigkeit:


Nachhaltigkeit in Pausen:


Anstatt dass jeder Mitarbeiter seine eigene Wurstsemmel, sein eigenes Weckerl, verpackt in Plastik und/oder Alufolie, mit einer Alu-Getränkedose für seine Pause mitbringt, kann für alle gegen Unkostenerstattung wöchentlich eine große Obstkiste vom Biobauern bestellt werden.

Diese kann sogar- je nach Auswahl und Bestellung- auch gesunde Obstsäfte in Pfandflaschen sowie Brot, Aufstriche und Salat beinhalten.


Und: Statt täglich in der Mittagspause einen großen Fastfood-Konzerns zu sponsern, bei welchem jede Menge Verpackungsmüll anfällt, ist es weitaus sinnvoller, Mitarbeitern ein gesundes Mittagessen zu ermöglichen, mit Lebensmitteln aus nachhaltigem und optimalerweise Bio-Anbau und Erzeugung.


Nachhaltigkeit im Miteinander:


Respektvolle Kommunikation und Wertschätzung, Informationsübermittlung im Sinne von Teamgeist für ein gemeinsames Ziel, ein produktives Miteinander, welches über den eigenen (Arbeits-) Tellerrand hinausgeht: Das ist menschlich nachhaltig!

Wir gehen sorgsamer miteinander um: Ein Aspekt, der in der heutigen Zeit vielleicht etwas zu sehr ins Hintertreffen geraten ist.


Nachhaltigkeit in der Arbeitsweise:


Arbeit nachhaltig zu erledigen bedeutet für mich persönlich nicht, dass für den Moment etwas irgendwie gemacht worden ist, sondern dass sie langfristig auch für alle anderen Nutzen hat, sowohl mir selbst als auch anderen Team-Mitgliedern die Arbeit erleichtert und somit dem Firmenziel dienlich ist. Nachdenken, mitdenken, vordenken.. Und die Ressource Zeit und Arbeitsaufwand sinnvoll nützen!


Ein Negativ-Beispiel:

Ablage einfach nur irgendwie schnell und unordentlich zu erledigen, sodass sie aus dem Blickfeld ist (aber wichtige Dokumente leider nicht mehr für andere Kollegen auffindbar sind- und oft auch nicht für einen selbst) ist mittel- und langfristig wenig sinnvoll: Dies verursacht weiteren -meist mehrmaligen- unnötigen zeitlichen Mehraufwand, kann eine Fehlerquelle bedeuten und stellt keine Nachhaltigkeit dar, ist ein Grund für vermeidbaren Stress und Ärger und beeinträchtigt den reibungslosen Ablauf und die Produktivität im Team.


Und natürlich..: Die eingangs angesprochenen Post It´s & Co. sollten schon aus Recyclingpapier sein :-)



Nachhaltigkeit im Büro: Es gelingt!!


Recherche, Text und Weblayout: Sabine Krückl, Management Assistant bei PASSIONATE


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